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Objekte freistellen: So geht es richtig
12.01.2011 - Grundlagen der Bildbearbeitung


Wenn man Objekte in Fotos freistellen will, d.h. sie isoliert gegen einen einfarbigen Hintergrund darstellen will, gibt es ein paar Tipps, die man beachten sollte:

Freigestellte Objekte werden überwiegend vor weißem oder schwarzem Hintergrund fotografiert. Bei weißem Hintergrund muss man darauf achten, den Hintergrund besonders hell und gleichmäßig auszuleuchten. Insbesondere genau hinter dem Objekt, damit an den Kanten des Objektes eine saubere Abgrenzung möglich ist. Die eigentliche Freistellung erfolgt normalerweise im Bildbearbeitungsprogramm, denn selbst wenn der Hintergrund in der Bilddarstellung komplett weiß erscheint, so gibt es doch fast immer kleine Artefakte und Bereiche, die nicht 100 % weiß sind. Selbst wenn man mit bloßem Auge diese nicht erkennt, sind sie doch ein Ablehnungsgrund bei freigestellten Bildern, die man über Fotoagenturen verkaufen will.

Testen kann man dies, indem man im Bildbearbeitungsprogramm in der Helligkeitsregulierung den Schieber auf ganz dunkel stellt (bei weißem Hintergrund), oder entsprechend auf ganz hell (bei schwarzem Hintergrund).

Hier sieht man sofort, ob in der weißen bzw. schwarzen Fläche noch Artefakte verborgen sind, die nicht rein weiß oder rein schwarz sind. Die eigentliche Freistell-Arbeit (weiche Auswahlkante, etc.) sind anderswo schon oft und ausführlich beschrieben worden, deswegen beschränke ich mich hier darauf, herauszustellen, dass ein Hintergrund mit versteckten Artefakten ein Ablehnungsgrund bei Fotoagenturen sein kann. Da die Ablehnungsgründe meist nur Standardtextbausteine sind, wird meist nicht auf diesen spezifischen Ablehnungsgrund hingewiesen. So kann es gerade bei Fotoanfängern einige Zeit dauern, bis sie sonst von alleine auf die versteckten Fehler im Hintergrund als Ablehnungsgrund kommen. Diese Lernphase sollte man sich aber sparen.

Also: Augen auf und Obacht auf die "unsichtbaren" Dinge...



 

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